Auch im zweiten Saisonduell gegen die Dolpins bleibt bei den Münchnern das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. Einen gefährlichen Trierer aus dem Hinspiel bekommen die Iguanas gut in den Griff – einen anderen nicht.
Mit zwei achtbaren Leistungen im Rücken reisten die Iguanas nach Trier. Bei den Heimniederlagen gegen Wiesbaden und gegen Hannover am vorangegangenen Wochenende hatten sich die Münchner ordentlich präsentiert – vor allem in den jeweils ersten Halbzeiten.
Wie immer gegen die Dolphins ging es auch diesmal wieder darum, Spielertrainer Dirk Paßiwan einigermaßen in den Griff zu bekommen. Im ersten Viertel gelang das noch recht gut. Die Iguanas hielten den Trierer Kapitän zunächst bei einer Wurfquote von nur 33 Prozent und setzten auch in der eigenen Offensive den ein oder anderen Nadelstich: 10:14 betrug der Rückstand nach den ersten zehn Minuten.
Paßiwan reißt Partie an sich – Iguanas verlieren vor der Pause den Anschluss
Im Hinspiel hatte neben Paßiwan vor allem Patrick Dorner den Münchnern Probleme bereitet. Beim Wiedersehen bekam der 3,5-Punkte-Spieler nun deutlich weniger Freiräume für seine Würfe aus der Mitteldistanz. Er sammelte im gesamten Spiel gerade einmal sechs Punkte. Trotzdem konnten die Iguanas das Niveau im zweiten Abschnitt nicht halten. Die Dolphins ließen den Ball nun deutlich besser laufen und kamen auch durch mehrere Offensiv-Rebounds immer wieder zu einfachen Abschlüssen. Paßiwan riss die Partie an sich und sammelte allein im zweiten Viertel 16 Punkte. So wuchs der Rückstand bis zur Pause auf 24:42 an.
Immerhin: Anders als am Wochenende zuvor legten die Münchner nach einer fahrigen ersten nun eine stärkere zweite Halbzeit nach. Zwar bauten die Trierer ihren Vorsprung erst nochmal etwas aus, verfielen dann aber in einen gewissen Schlendrian. Von Mitte des dritten bis Anfang des vierten Viertels gelang den Iguanas ein 19:6-Lauf. In dieser Phase war es gerade Bastian Kolb, der sein Team mit erfolgreichen Dreiern und Fast-Breaks wieder näher ran brachte.
München kommt auf zehn Punkte ran – doch Trier findet den Schlüssel
In der Verteidigung konzentrierten sich die Gäste nun noch stärker auf Paßiwan und zwangen, den Ball an seine Mitspieler abzugeben, was zu einigen Fehlwürfen und Ballverlusten führte. Acht Minuten vor Schluss war der Rückstand dann plötzlich auf nur noch zehn Punkte geschmolzen (49:59). Ging hier noch was?
Paßiwan nahm eine Auszeit, um den Dolphins-Angriff zu stabilisieren – mit Erfolg: Trier spielte seine Pick-and-Roll-Situationen nun deutlich ruhiger aus. Am Ende der Kette stand mehrfach ein freier Correy Rossi, der seine Lay-Ups sicher verwandelte. Trier zog wieder davon und gewann am Ende verdient 76:57. Mit ein wenig Glück wäre ein Iguanas-Comeback aber durchaus drin gewesen.
Bei den Hausherren war erwartungsgemäß Dirk Paßiwan Topscorer mit starken 29 Punkten. Für die Münchner scorte Basti Kolb am besten (25 Punkte).
Auf die Iguanas wartete am darauffolgenden Wochenende eine doppelte Auswärtsfahrt – und mit den Thuringia Bulls und dem RSV Lahn-Dill ein sportliches Mammutprogramm.
