Upcoming MatchRBB München Iguanas vs. Rhine River Rhinos/14. Februar 2026/Iguanadome / Säbener Str. 49

Iguanas lösen Pflichtaufgabe und stehen im Final Four des Pokals

Im Viertelfinale bereiten tapfer kämpfende Ulmer den Iguanas eine Halbzeit lang große Probleme. Am Ende setzt sich der Favorit durch – vor allem dank eines Dreigespanns um Kapitän Gabriel Robl.

Das Endergebnis las sich klarer, als es der Spielverlauf über weite Strecken war: Klar favorisierte Iguanas besiegen die Gäste aus Ulm im Viertelfinale mit 73:64 und stehen unter den besten vier Teams dieser Pokalsaison.

Bereits in der Runde zuvor hatten sich die Münchner im vereinsinternen Derby gegen die Iguanas II schwergetan (76:70). Nun ging es also erneut gegen ein niedrigklassigeres Team. Ein Misserfolg gegen die Zweitligisten der Rollers Ulm wäre blamabel gewesen. Allerdings bringt eine solche Favoritenrolle eben auch eine Portion Druck mit sich.

Iguanas bringen Klassenunterschied nicht aufs Parkett – Ulm führt zur Pause

Die Underdogs hatten sich offenkundig einen soliden Plan zurechtgelegt – das erste Viertel verlief jedenfalls vollkommen ausgeglichen. Körbe fielen in schöner Gleichmäßigkeit hüben wie drüben, den Iguanas gelang es nicht, den Klassenunterschied deutlich zu machen. Basti Kolb brachte zwar acht Punkte aufs Scoreboard, der Rest des Teams schoss allerdings reichlich Fahrkarten. Außerdem passte die Defensivabstimmung nicht, sodass Ulm seine Spieler häufig in gute Abschlusspositionen brachte und nach dem ersten Abschnitt nicht unverdient mit 14:12 führte.

Nachdem die Rollers früh im Spiel zwei Fastbreak-Körbe kassiert hatten, schien ihr Abwehrkonzept klar: Tempo drosseln, in der eigenen Zone einigeln und auf Fehlwürfe hoffen – und diesen Gefallen taten ihnen die Iguanas auch. Nach einem 9:4-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels lagen die Gäste mit sieben Punkten vorn. München holte den Rückstand fix auf, doch das Spiel schwappte nun hin und her. Ulm zog wieder leicht davon, die Leguane hechelten hinterher. Kapitän Gabriel Robl stellte mit einem erfolgreichen Dreier auf 31:31, ehe Mark Beissert kurz darauf doch noch für die Ulmer Zwei-Punkte-Führung zur Halbzeit sorgte.

Als die Münchner Sorgen wachsen, bringt ein 19:1-Lauf die Wende

In der Pause war der Münchner Frust spürbar. Nichts war es bis dato mit dem ersehnten klaren Heimsieg. Noch war nichts verloren: Allerdings eröffnete Beissert den zweiten Durchgang mit einem Dreier, und kurz darauf stellte Joshua Tistler mit einem verwandelten Wurf plus Bonusfreiwurf auf 41:33 für die Underdogs.

Zu diesem Zeitpunkt lag auf der Iguana-Bank manche Stirn in Sorgenfalten. Drohte hier tatsächlich das Aus gegen den Zweitligisten? Nein! Denn noch bevor es richtig brenzlig wurde, legten die Favoriten endlich den Schalter um. Binnen fünf Minuten gelang den Münchnern ein 19:1-Lauf. Das simple Rezept: aggressive Stuhlverteidigung in der Defensive und überlegte Entscheidungen im Angriff – aus Minus-Acht mach Plus-Zehn.

Ulm gab sich nicht auf: Die Rollers kämpften tapfer und robbten sich mit vollem Einsatz im Schlussviertel noch einmal auf vier Punkte heran. Sepp Wernberger antwortete mit mehreren schwierigen Treffern aus der Mitteldistanz, ehe Kapitän Gabriel Robl mit sieben Zählern in Serie die Weichen endgültig auf Leguan-Sieg stellte (67:54). Das Trio Robl (24 Punkte), Kolb (19 Pkt.), Wernberger (18 Pkt.) schulterte die offensive Hauptlast auf dem Weg zum 73:64-Erfolg. Topscorer der Partei wurde Ulms Mark Beissert mit 26 Punkten.

Die letzten Vier treffen sich am 7./8. März in Frankfurt

Damit stehen die Iguanas als zweiter Teilnehmer des Final-Four-Pokalturniers in Frankfurt (7./8. März) fest. Bereits vor Weihnachten hatten sich die Rhine River Rhinos mit einem souveränen Erfolg über Köln qualifiziert. Am kommenden Wochenende spielen Hannover United gegen die BG Baskets Hamburg sowie die Thuringia Bull gegen die Dolphins Trier die weiteren Final-Four-Tickets aus. Für die Iguanas steht kommenden Samstag wieder der Ligaalltag an – zuhause geht es gegen Münsterland (31. Januar, 17 Uhr). Den Münchnern schwebt eine Revanche vor, schließlich ging das erste Saisonduell nur knapp verloren.