Upcoming MatchRBB München Iguanas vs. RBC Köln 99ers/28. März 2026/Iguanadome / Säbener Str. 49

Horrorviertel inklusive – Iguanas kassieren Watschn gegen Bulls

Gegen den Ligaprimus aus Thüringen schlagen sich die Münchner in der ersten Halbzeit achtbar – dann folgt allerdings ein recht dramatischer Einbruch. Am Ende fällt auch noch eine magische Marke.

Wer spielt, will gewinnen – klar! Trotzdem sind die Maßstäbe gegen die Thuringia Bulls derzeit andere. Zu groß ist aktuell die sowohl sportliche als auch finanzielle Diskrepanz zu dem Team aus Elxleben. Gegen den dominanten und ungeschlagenen Ligaprimus geht es für eine Mannschaft wie die Münchner Iguanas vor allem darum, unangenehm zu sein, Nadelstiche zu setzen, vielleicht sogar ein Viertel zu gewinnen – sich in Summe achtbar aus der Affäre zu ziehen.

Zunächst kommen die Iguanas mit der Bulls-Presse noch einigermaßen zurechtr

Dieses Vorhaben schien zu Beginn auch ganz gut zu gelingen: Die Münchner fühlten sich wohl auf dem Feld und gestalteten die ersten Minuten ausgeglichen, ehe die Bulls ein kleiner 9:0-Lauf hinlegten. Zum Viertelende betrug der Rückstand aus Iguana-Sicht zehn Punkte (9:19) – durchaus deutlich, aber noch im Rahmen.

Die Thüringer fingen mit ihrer Verteidigung nun bereits in der gegnerischen Hälfte an – die Presse sollte den Münchner Weg zum anderen Korb früh unterbinden. Zunächst fanden die Iguanas dafür noch ganz ordentliche Lösungen. Allerdings unterliefen ihnen bereits da einige Ballverluste im Aufbauspiel. Die tun bekanntlich besonders weh, weil sie dem Gegner häufig schnelle und leichte Abschlüsse ermöglichen. Die Bulls zogen weiter davon und führten zur Halbzeit 40:19. Es mag merkwürdig klingen: Gegen eine solche Übermacht war das zu diesem Zeitpunkt immer noch ein vertretbarer Rückstand aus Sicht der Münchner.

Im dritten Viertel gelingen lediglich drei Punkte

In der Halbzeit nahmen sich die Iguanas dann vor, eben genau die Ballverluste abzustellen, die die Bulls so richtig ins Rollen gebracht hatten. Dieser Plan ging allerdings kolossal schief: Thüringen spielte eine Fünf-Mann-Full-Court-Presse und schnürte München ein. Nach einigen weiteren Ballverlusten begann eine regelrechte Spirale der Unsicherheit. Die Iguanas kamen überhaupt nicht mehr in ein offensives Spiel. Gefühlt landete jeder zweite Ball beim Gegner, der in Überzahlsituationen einfach scorte. Lediglich drei versenkte Freiwürfe durch Sebastian Holzheu brachten die Münchner zustande: Der dritte Abschnitt ging mit 3:34 verloren – ein Horrorviertel. Bemerkenswert: Aus insgesamt 24 Münchner Ballverlusten im Spiel machten die Bulls gigantische 38 Punkte.

Im Schlussabschnitt stemmte sich gerade Lukas Haider mit schierer Gewalt dagegen. Er und Bastian Kolb verbuchten einige gute Aktionen. Auch das konnte aber nicht verhindern, dass die Bulls in der letzten Minute dann doch noch die fast schon magische 100-Punkte-Marke knackten, von der sie zur Halbzeit noch recht weit entfernt schienen. Endstand: 38:102 aus Münchner Sicht.

Ihr Scoring teilten sich die Thüringer recht gleichmäßig auf: Bester Werfer war Vahid Gholamazad mit 21 Zählern, gefolgt von Joakim Linden mit 19. Die meisten Punkte bei den Iguanas erzielte Bastian Kolb (15).

Die Münchner blieben damit erwartungsgemäß weiter sieglos. Positiv sei aber erwähnt, dass sie nur einen Tag nach der Watschn von den Bulls ein sehr ordentlich folgen ließen – gegen den Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

Am kommenden Wochenende reisen die Iguanas zum Pokal-Final-Four nach Frankfurt. Am Samstag (7. März, 20 Uhr) geht es im Halbfinale gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden. Im anderen Halbfinale (17.30 Uhr) trifft Hannover United auf die Thuringia Bulls. Das Finale findet am Sonntag um 15 Uhr statt.

In der Liga wartet am Samstag (21. März, 17 Uhr) das wohl wichtigste Duell der Saison: Zuhause gegen den RSV Bayreuth peilen die Münchner endlich den ersten Sieg dieser Spielzeit an.