Die Münchner halten gegen Zwickau trotz Verletzungssorgen gut mit – und sind im Schlussviertel sogar drauf und dran, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Dann macht sich eine Schwäche der gesamten Saison bemerkbar.
Eine besonders schlechte Nachricht mussten die Iguanas bereits vor Spielbeginn verkraften: Kapitän Gabriel Robl fiel gegen Zwickau aus. Der Spielertrainer und wichtigste Ballhandler im Team hatte sich in der vorherigen Partie gegen Köln an der linken Hand verletzt. Auch nach zwei Wochen kam ein Einsatz noch zu früh. Für Robl startete Lukas Haider auf der Center-Position.
Beide Mannschaften starteten fahrig in die Begegnung und setzten reichlich Wurfversuche daneben. Mitte des Viertels lagen die Iguanas mit zwei Punkten vorn – fingen sich dann allerdings einen 0:8-Lauf. Immerhin gehörte der letzte Korb im ersten Abschnitt nochmals den Münchnern, die so nur mit 10:14 hinten lagen.
Zwickaus Hinspielschreck spielt erneut stark
Im Anschluss trumpfte dann Zwickaus Lachlin Dalton stärker auf. Der Australier hatte den Münchnern im Hinspiel sagenhafte 43 Punkte eingeschenkt und sein Team fast im Alleingang zum Sieg geführt – ihn galt es in der Defensive besonders im Blick zu haben. Trotzdem wuchs die Führung der Gastgeber (auch dank Dalton) im zweiten Viertel auf zwischenzeitlich zwölf Punkte an, es war die größte im gesamten Spiel. Mit 24:33 aus Iguana-Sicht ging es in die Pause.
Das dritte Viertel der Münchner steht in dieser Saison meist unter keinem guten Stern. Oft war es nicht gelungen, die guten Vorsätze der Halbzeitansprache aufs Parkett zu bekommen. Doch diesmal lief es anders: Angeführt von einem starken Lukas Haider, der allein im dritten Viertel auf elf Punkte kam, robbten sich die Iguanas Stück für Stück heran. Vor dem Schlussabschnitt betrug der Zwickauer Vorsprung nur noch vier Punkte (46:42).
Ausgleich im Schlussviertel – doch danach gelingt den Iguanas wenig
Beide Teams spielten nun merklich nervös und verwarfen jede Menge Bälle. Vor allem dank Basti Kolb gelang den Münchnern dennoch das Comeback: Dreieinhalb Minuten vor Ende stand es 52:52. Wie bereits vor zwei Wochen gegen Köln war ein Sieg der Iguanas absolut drin – doch schon die ganze Saison über kämpfen die Münchner damit, enge Phasen und Spiele für sich zu entscheiden. Auch gegen Zwickau gelang das nicht. Die Gastgeber legten nach einer Auszeit einen 9:0-Lauf hin. Noch ein erfolgreicher Dreier von Kolb, dann stand die 55:61-Niederlage fest.
Bei den Münchnern war Haider mit 15 Punkten bester Werfer, Topscorer der gesamten Partie wurde Dalton mit 18 Zählern. Zum Saisonabschluss wartet noch einmal ein echter Brocken auf die Iguanas: Am kommenden Samstag, 18. April, geht es um 17 Uhr zuhause gegen Rekordmeister RSV Lahn-Dill.
