Kim Robins beendet seine Karriere im professionellen Rollstuhlbasketball

 

Spieler kommen und gehen, ebenso wie Trainer. Manche bleiben kürzer, manche länger. Alle bleiben im Gedächtnis, viele hinterlassen etwas Bleibendes und manche werden zu Legenden.

So wie es Kim Robins in den letzten Jahren bei den Iguanas geworden ist. Wer an die Iguanas in den letzten Jahren dachte, dachte immer auch an ihn. Weil er mit seiner Klasse ein Spieler war, der herausstach. Nicht aus dem Team, sondern aus der Liga. In den Mittelpunkt hat er sich dabei nie gedrängt. Außer durch seine Art und Weise Rollstuhlbasketball zu spielen. Immer mit hundert Prozent Einsatz, dem Auge für den Mitspieler und manchmal mit purer Magie.

Zahlreiche Assists und Dreier. Buzzerbeater zum ersten Bundesligasieg gegen Lahn-Dill. 37 Punkte in den Playoffs gegen Hamburg.

Ehrgeiz, Fairness, Herzlichkeit, Fröhlichkeit.

Das alles wird bleiben.

Kim wir wünschen dir alles Gute auf deinem weiteren Weg und viel Erfolg in Tokyo.

Bleib so wie du bist!

Deine Iguanas verabschieden sich (nur bis zum nächsten Wiedersehen) mit ein paar Grüßen:

 

Johanna Welin:

„Für mich ist es noch nicht real, dass Kim wirklich nicht wieder kommen wird. Ich werde das dann erst in der Vorbereitung für die nächste Saison merken. Er hat einen immer gestützt. Auf und neben dem Feld. Das und die Gespräche mit ihm werde ich sehr vermissen. Er ist der Spieler, gegen den man auf keinen Fall spielen will, den man aber unbedingt im Team haben möchte. Ich hoffe er kommt mal wieder vorbei, wenn er in München ist. Alles im Leben hat seine Zeit und er hat jahrelang Basketball auf extrem hohem Niveau gespielt. Jetzt fokussiert er sich auf andere Dinge, das kann ich gut verstehen und wünsche ihm alles Gute.“

Urs Rechtsteiner:

„Ich schätze Kim auf und neben dem Spielfeld sehr. Durch ihn habe ich sehr viel gelernt und mich weiterentwickelt. Ich wünsche ihm viel Erfolg in seinem neuen Lebensabschnitt.“

 

Lukas Gloßner:

„Kim hatte letzten Donnerstag erstmal sein letztes Training hier bei uns in München. Ich sehe das aber nicht als endgültigen Abschied, sondern eher als Start seiner Tokyo-Vorbereitung. Wie genau die Situation danach aussieht, weiß ich nicht, aber ich glaube kaum, dass er sich nie mehr bei uns blicken lässt. Und falls er doch nicht mehr aus Nürnberg herauskommt, fahren wir halt Mal zu ihm oder gehen dort Mal in die Halle! Ich bin ihm sehr dankbar für die Tipps und die Hilfe, die er mir die letzten Jahre gegeben hat. Es hat mir mit Sicherheit sehr weitergeholfen und auch echt Spaß gemacht mit ihm zu spielen. Auf jeden Fall wünsch ich ihm eine gute Zeit und viel Erfolg bei den Paralympics!“

 

Tim Peisker:

„Kim hat mir die letzten Monate sehr viel beigebracht. Seine Trainingseinstellung ist absolut vorbildlich, auch als Veteran führt er immer noch die Trainingsanwesenheitsliste an und arbeitet stets weiter hart daran, jeden Tag besser zu werden. Ich wünsche ihm viel Erfolg in Tokio. Er hat es sich wirklich verdient!“

 

Basti Kolb:

„Ich denke wir werden Kim alle sehr vermissen, weil er einfach ein klasse Mensch ist. Ich habe ihn über die letzten Jahre sehr in mein Herz geschlossen und er ist der, von dem ich mir die letzten Jahre am meisten abschauen konnte. Ich hoffe, dass wir im Kontakt bleiben und uns hin und wieder mal sehen können.“

 

Basti Magenheim:

„Mit Kim geht nicht nur ein sehr guter Spieler, sondern auch ein Eckpfeiler der Iguanas. Für seinen nächsten Lebensschritt wünschen wir ihm alles Gute zu seinem Umzug nach Nürnberg.“

 

Gabriel Robl:

„Sehr schade, dass Kim die Iguanas verlässt. Besonders sein Einsatz, um seinen Teamkollegen zu helfen und sie besser zu machen, im Sport wie neben dem Feld, wird uns sehr abgehen.“

 

Johanna Kienast:

„Für mich persönlich ist es besonders schwer, da nicht nur ein wertvoller Spieler, sondern auch mein jahrelang bester Freund die Mannschaft verlässt, um einen Schritt weiter zu gehen im Leben. Da bin ich wahnsinnig stolz, aber auch traurig zugleich. Stolz, dass er seinen Traum lebt und sich aktuell mit der australischen Nationalmannschaft für die Paralympics in Tokyo vorbereitet. Traurig, weil er danach nicht zurückkommen wird, da er mit seiner Familie nach Nürnberg zieht. Ich bin mir sicher, wir als Mannschaft werden Kim noch das ein oder andere Mal sehen. Und die Freundschaft bleibt auch so, nur dass wir leider nicht mehr jedes Wochende gemeinsam durch Deutschland Touren für die RBBL.“

 

Benni Ryklin:„Kim ist seit der ersten Bundesliga zu einem unserer Aushängeschilder herangewachsen. Er war sich um keinen Termin zu schade und hat auch als Familienvater kein Training verpasst. Ich glaube wir hatten einen bedeutenden Anteil an seiner persönlichen Entwicklung auf und neben dem Platz und besonders Zweites macht mich als sein Freund und Begleiter sehr stolz. Jetzt hoffen wir auf seine baldige Nominierung und sind dann gespannt, wie er und sein Team in Tokyo abschneiden.“

 

Foto: Christian Kolb