Befreiungsschlag gegen Hannover

Am Samstag feierten die Iguanas in heimischer Halle den ersten Sieg 2019. Von der ersten Minute an zeigte die Mannschaft ein besseres Gesicht als in den letzten Spielen und zog diese Leistung bis zum Schluss durch. Am Ende hieß es 83:72 für die Leguane.

Offensiv-Power

Die Zuschauer im Iguana Dome bekamen eine ansprechende Angriffsleistung geboten. Die Offensive wirkte phasenweise wie aus einem Guss und weniger zerfahren als in den Spielen zuvor. Gutes ball movement führte zu guten Würfen, schnell waren die Iguanas in Führung. So blieben die Abschlüsse auch schwer ausrechenbar und zu verteidigen, schon im ersten Viertel konnten fünf Spieler der Iguanas Punkte erzielen.

Gäste bleiben dran

Hannover United ließ sich vom starken RBB jedoch kaum beeindrucken und zeigte im Gegenzug, warum sie in der Tabelle auf Platz fünf und damit voll auf Playoffkurs liegen. Gerade Hannovers Star Joe Bestwick konnte von der konzentrierten Iguanas Defense nicht immer gestoppt werden. Der Brite legte 35 Punkte auf und sorgte dafür, dass die Führung der Leguane nie zu komfortabel wurde.

Stringenter Spielverlauf

Trotzdem wuchs die Führung, wenn auch langsam, kontinuierlich an. In den ersten beiden Vierteln war der Score noch einige Male ausgeglichen, in Rückstand geriet die Mannschaft von Benjamin Ryklin nie. So war auch nie eine Verunsicherung oder ein Zweifel am Sieg zu erkennen.

Kim Robins überragt

Dieses Selbstbewusstsein spiegelte sich am Ende auch im Box-score. Vor allem der Australier erwischte einen Sahnetag und konnte mit 29 Punkten seine Höchstleistung der Saison verzeichnen. Diese Topleistung war jedoch nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, das Kuchenfundament bildete die starke offensive Leistung des gesamten Teams. Gabriel Robl, Florian Mach, Sepp Wernberger und Sebastian Magenheim konnten allesamt zweistellig punkten, der Kapitän konnte mit zehn Assists zudem ein Double-double verzeichnen.

Stimmen

Laura Fürst: „Wir haben es gefühlt und heute einfach bessere Entscheidungen getroffen und auf der ein oder anderen Seite vielleicht auch mal Glück gehabt. Dann läufts halt einfach und wir sind mit einer guten und krassen Intensität in das Spiel gegangen. Es hat heut einfach mal wieder richtig mega Spaß gemacht.“

Coach Ryklin: „Das war heute super wichtig. Wir wollten uns heute rauskämpfen und wirklich mal als Team spielen. Das war dann heute mega anzuschauen, auch für mich als Trainer. Gegen Trier wollen wir jetzt unsere Performance bestätigen, denn wir wollen nicht, dass das eine Eintagsfliege bleibt.“

Statistiken

RBB: Kim Robins 29 Punkte, Florian Mach 15 Punkte, Sebastian Magenheim 15 Punkte, Josef Wernberger 11 Punkte, Gabriel Robl 11 Punkte, Laura Fürst 2 Punkte, Bastian Kolb, Uli Schmölz.

Hannover: Joe Bestwick 35 Punkte, Alexander Budde 12 Punkte, Jan Sadler 7 Punkte, Jan Haller 6 Punkte, Jack Gibbs 6 Punkte, Christoph Lübrecht 4 Punkte, Oliver Jantz 2 Punkte, Vanessa Erskine, Eike Gößling, Martin Kluck.

Endspurt spitzt sich zu

Durch den Sieg sind die Iguanas vier Spieltage vor Ende der Saison nun wieder auf Platz sechs und damit in die Playoffplätze gerutscht. Auf Platz sieben liegen die Rollers Zwickau mit zwei Punkten und allerdings auch einem Spiel weniger. Auch Wiesbaden und Ostbelgien dahinter sind  noch auf Tuchfühlung. Hannover ist auf Platz fünf wieder in greifbare Nähe gerückt, die Niedersachsen haben noch zwei Punkte mehr auf dem Konto.